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Donnerstag, 18.03.2010

Pech auf der ganzen Linie

Manchmal gibt es so Abende...

Die erste Bestellung, auf die ich den Fahrer schickte, kam mir komisch vor. Wie eine Scherzbestellung. Nach sovielen Jahren hat man das im Gefühl. Nummer wurde aber nicht übertragen. Und unter der angegebenen Telefonnummer ging auch keiner ran. Was tun? Auf Verdacht nicht liefern? Wir haben es riskiert und natürlich war es eine Scherzbestellung.

Beim nächsten Kunden hat dann der Telefonist ausnahmsweise vergessen die Adresse der Kunden noch mal zu wiederholen. Nur um auf Nummer sicher zu gehen. Tja und prompt waren die Kunden in den letzten Monaten umgezogen. Nicht gut. Also Bestellung neu machen und möglichst schnell zur neuen Adresse liefern. Natürlich traf es diesmal auch denselben Fahrer, der schon die Scherzbestellung hatte. Wenn es schon schief geht, dann konsequent.

Samstag, 06.03.2010

Anderen Menschen zum Spaß den Tod wünschen?


Manche Leute fanden wohl, dass ich zu dem Taxifahrer unfreundlich war.Es gibt aber so ein paar Dinge, die ich ganz und gar nicht vertragen kann. Dazu gehören für mich, Todeswünsche gegenüber anderen Menschen und Diskriminierungen.

Ich kann nicht verstehen, wie man so etwas auch nur "zum Spaß" daher sagen kann. "Die sollte man aufhängen" ist in meinen Augen kein cooler Spruch sondern einfach nur erbärmlich. Gerade wenn es schwer fällt, sollte man die Rechte anderer Menschen verteidigen. Die Rechte Deiner Liebsten zu verteidigen, das ist einfach und kann jeder. Die Rechte Deines ärgsten Feindes zu verteidigen, das ist schwer. Und genau das macht aber letztendlich einen Rechtsstaat aus.

Und ich will mir solche Mordphantasien auch nicht anhören. Wenn ein Taxifahrer so bescheuert ist, dann darf er das gerne sein. Aber ohne mich damit zu behelligen.

Ich finde es echt ein wenig befremdend, dass einige dann meinen, ich sei unfreundlich aber solche Sprüche für absolut ok halten. Wann bitte ist es gesellschaftlich ok geworden, sich zu wünschen, dass andere Menschen am besten sterben gehen sollten?

Auch so Sprüche wie "bist Du schwul oder was?" oder "bist Du behindert?" finde ich absolut unnötig und unlustig. Und ja hier im Laden nehme ich mir die Freiheit meine Mitarbeiter darauf hinzuweisen, dass ich das nicht ok finde. Auch wenn das so gedankenlos daher gesagt ist.

Ich finde, wir müssen nach außen auch so ein bisschen repräsentieren und dazu gehört gepflegtes Aussehen, Freundlichkeit und eine gewisse Sprache. Oder wollt Ihr von einem Dienstleister mit "Hey Alter, was willst Du?" angesprochen werden?

Donnerstag, 04.03.2010

Der feine Unterschied zwischen Stück und Portion


Bei Mengenangaben kann es immer wieder zu Missverständnissen kommen. Vor allem wenn schon eine Portion Untereinheiten enthält.

Bei unseren Pizzabrötchen kommen z.B. immer 6 Brötchen in eine Portion. Die allermeisten bestellen auch einmal Pizzabrötchen. Immer mal wieder, kommt es mal vor, dass einer 6 Pizzabrötchen bestellt. Was ist nun gemeint? 6 mal eine Portion oder eine Portion mit eben 6 Brötchen.

Es ist verwirrend. Wir hatten bisher außerdem noch nie den Fall, dass eine Portion weniger oder mehr als 6 Brötchen enthielt. Und wenn wirklich mal beim Abpacken eins runterfällt, dann werden eben noch mal 6 Brötchen neu gefertigt.

Wobei ich gehört habe, dass bei anderen Kollegen immer zu Anfang der Schicht ein Haufen Brötchen gebacken wird und die dann nach und nach aufgebracht werden. Da kann ich mir schon vorstellen, dass sich da einer beim Abpacken vertut.

Besonders doof ist es, wenn der Mitarbeiter mehrfach nachfragt und es immer noch falsch ist.
"Meinten Sie, 6 Portionen? Oder 6 Brötchen zu einer Portion?"
"6 Portionen."
Hinterher waren dann doch 6 Brötchen und nicht 36 gemeint.

Am ehesten kriegt man das Problem gar nicht über's Nachfragen sondern über den Preis gelöst. Das fällt dem Kunden dann nämlich eher auf, dass hier was nicht stimmen kann.

Aber nicht nur im normalen Bestellservice auch bei Lieferungen kommt es so immer wieder zu Überraschungen. Wer hat nicht schon mal 6 Dosen Thunfisch bestellen wollen und mit großen Augen gestaunt, als dann 6 Kartons (also 36 Dosen) ankamen. Da setzt man eben ne 6 auf den Bestellschein und achtet nicht auf die Gebindegröße. Ist mir selbst auch schon passiert. Da hatte ich auf einmal nen Halbjahresvorrat an Pizzakartons auf Lager. Zum Glück habe ich Platz.

Daher sind Dosen und Verpackungsmaterial noch am unkritischsten. Sofern man die Verpackungen abdeckt, damit die nicht einstauben. Tiefkühlware ging bislang auch noch gut. Auch wenn ich schon manche Male meine Tiefkühltruhen sehr effektiv vollstopfen musste. Bei verderblichen Waren sieht das dann schon wieder anders aus. Dann kann man unter Umständen die Ware in den Wind schreiben.

Tja, das sind eben so die kleinen Dinge, die das Leben interessant machen.

Mittwoch, 03.03.2010

Der schlechteste Taxifahrer der Stadt

Ab und an, wenn ich mal spät unterwegs bin, greife ich auch mal auf's Taxi zurück. Hab bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht. Letztens bin ich da aber an einen geraten....

Als ich einstieg, wunderte ich mich schon. Das Taxi musste schon älter sein und naja war ein bisschen schäbig. Muss allerdings noch nichts heißen.

Ein paar Minuten weiter wunderte ich mich aber wieder. Diesmal fragte ich mich, wann denn der Fahrer wohl mal bremsen wolle, um nicht in den Wagen vor ihm im Kreisel reinzufahren. Plötzlich stieg mein Fahrer in die Eisen und blickte mich ganz erschrocken an.
Fahrer: Wo kam der denn her? Hatte der überhaupt Licht an?
ICH: Ja, der hatte Licht an
Fahrer: Ich hab den wirklich nicht gesehen.
ICH (Ich dafür meilenweit vorher): Na, wenn es jetzt gekracht hätte, dann wären Sie es aber schuld gewesen. Der hatte Vorfahrt.
Fahrer: Nein, nein. Das muss nicht automatisch so sein. Ich hatte so einen Fall vor 3 Jahren. Das war auch im Kreisel und ich habe Recht gekriegt.
(Merke: Wenn Du mit Deinem Fahrgast fast einen Unfall gebaut hast, weil Du ein Auto übersehen hast, dann solltest Du nicht auch noch ausführen, wieviele Unfälle Du schon früher gebaut hast.)
ICH: Ich will aber schon irgendwann nach Hause. Also bitte jetzt vorsichtiger fahren.
Fahrer: Keine Sorge, das passiert mir nur einmal.
(Nachrichten liefen im Radio)
Fahrer: Boah, haben Sie das gehört? Die muss man alle aufhängen! Der xyz ist sowieso ein Riesenarschloch und der und der erst. Der ist sowieso wahrscheinlich schwul (Stammtischgenöhle labber, rhabarber)
ICH: Hören Sie, bitte! Würden Sie mich vielleicht einfach nach Hause fahren, ohne mich zuzutexten?
Fahrer: Wieso? Ich sag doch nur meine Meinung! Ganz normal halt.
ICH: Ok, jetzt reicht's. Lassen Sie mich hier aussteigen.
Fahrer: Aber wir sind doch gleich da.

Waren wir dann auch. Trinkgeld gab es von mir natürlich keins. Was ich sonst nie tue. Aber der hat es meiner Meinung nach nicht verdient. Das Mindeste, was ich von nem Taxifahrer verlangen kann, ist, dass er mich unfallfrei von A nach B fährt und mir nicht auf die Nerven geht. Der hat ja mal auf beiden Ebenen völlig versagt.

Donnerstag, 25.02.2010

Wenn die Musik zur Qual wird


*Streck, reck* Ok, nach ner längeren Pause wegen chronischer Unlust und einfach zuviel Arbeit und Stress geht es hier mal weiter.

Wir hatten letztens hier Karnevalszeit und so manches kleines Geschäft in der Nähe eines Zugs hat sich einen kleinen Stand auf die Straße gestellt und Musik dazu laufen lassen.

Eigentlich ganz unschuldig, oder? Denkste! Gerade in Hinsicht Musik erlebt man als Jungunternehmer so einige Überraschungen. Dass die GEZ für alles Mögliche und Unmögliche und dann auch gleich doppelt und dreifach Gebühren haben will, weil die mich als Privat- und Geschäftsperson gleich in mehreren Listen haben und es bis heute nicht auf die Reihe kriegen sich abzusprechen, daran hat man sich irgendwie gewöhnt.

Das toppt aber die GEMA mühelos, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Lasst Euch mal dieses Urteil auf der Zunge zergehen (3.4.3). Da hat ein Gastwirt an die GEMA zahlen müssen, weil ein in der Küche angestelltes Radio auch im Gastraum zu hören war. Und es daher als öffentliche Musikvorführung zählte. Geil oder?

Was meint Ihr, wie mich meine Mitarbeiter anschauen, wenn ich denen erkläre, dass die auf ihren Handys oder Netbooks eigentlich keine Musik laufen lassen dürfen, wenn mal was Langeweile ist. Oder zumindest die Musik sofort aus sein muss, wenn ein Gast reinkommt.

Man kann ja die Möhren in der Nachmittagsschicht unter Musik schnibbeln. Ist prinzipiell nichts gegen einzuwenden und hebt sogar die Arbeitsmoral.

Nur ich hab dann keinen Bock mich mit der GEMA auseinanderzusetzen, weil die die Hand dafür aufhalten, dass ein Gast ein paar Töne mitkriegen könnte. Selbst wenn kein Mensch bei Verstand für das bisschen Gedudel aus nem Handylautsprecher Geld zahlen würde. Selbst wenn man kein offensichtliches Musikabspielgerät im Laden hat, kann man Ärger mit der GEMA kriegen.

Ich hatte auch schon eine Auseinandersetzung mit denen, weil man ja auf dem Fernseher im Gastraum, der hier lediglich für Sport angemacht wird, aus Versehen nen Musiksender einschalten und damit seine Gäste unterhalten könnte. Das ist auch der Grund, warum an Gäste nicht die Fernbedienung herausgegeben wird. Was manche Kunden nicht davon abhält, ungefragt auf nen Stuhl zu klettern und alles zu verstellen. Aber das ist wieder ne andere Geschichte.

Ach und während der WM in Deutschland wollte die GEMA allen Ernstes Geld dafür, dass man vor jedem Fußballspiel die Deutsche Nationalhymne im Fernsehen hört. "Musik! Geld her!" Als ob irgendjemand für das Gejohle der deutschen Fußballer Geld zahlen würde.

Und die sind sich auch nicht zu schade, jeden Imbiss aus der Umgebung anzuschreiben und Forderungen zu erheben. Sinnig oder nicht? Egal! Man kann es ja versuchen.

Sonntag, 24.01.2010

Lieferung an Einzelpersonen

ICH: Pizzadienst xyz, was kann ich für Sie tun?
Kundin: Ähm ja. Frau Schlachmichtot hier. Liefern Sie auch an Einzelpersonen?
ICH: Äh natürlich. Es muss nur der Mindestbestellwert erreicht werden.

Es stellte sich dann heraus, dass das die Frau eines Stammkunden war. Der war allerdings gerade auf Dienstreise. Aber kein Grund die sonntägliche Pizza sausen zu lassen.

P.S.: Ich weiß, es ist doof als Single entweder zu viel zu bestellen oder eine recht hohe Lieferpauschale zu bezahlen. Aber wir wollen als Lieferanten erst einmal Geld verdienen. Das ist nun mal der Preis, den man für die Bequemlichkeit nicht vor die Tür oder selbst kochen zu müssen, bezahlen muss. Denkt dran! Wenn Ihr Euch in den Wagen setzt und selbst was holt, dann kostet das Euch auch Zeit und Geld.

Montag, 18.01.2010

Die Schönwetter-Müllabfuhr

Jetzt ist das neue Jahr 18 Tage alt und die Müllabfuhr hat es immer noch nicht geschafft, meine gelbe Tonne abzuholen. Die haben einfach die ersten Abholtermine im Jahr ausfallen lassen.Wegen Wetter.

Wohl eher wegen: "Wir haben für den Fall der Fälle keine Winterreifen für unsere Fahrzeuge und trauen uns daher nicht raus."

Ich könnte ja verstehen, wenn sie länger brauchen und ein paar Tage später auftauchen. Aber so gar nicht?

*Wutschnaub*

Donnerstag, 14.01.2010

Strom aus, Computer kaputt

Nachmittags musste ich zwangsweise schließen. Tja, ohne Strom läuft auch hier nichts. Die ganze Straße hatte einen Stromausfall. Na zum Glück ist es so kalt, dass wir nicht befürchten mussten, dass uns die Ware abtaut. Und die 2 Stunden ohne Heizung haben wir auch überstanden. So schnell kühlt ein Haus ja zum Glück nicht aus.

Nur der Rechner, der hat sich völlig verabschiedet. Also mussten wir vorübergehend die Rechnungen mehr oder weniger manuell mit Laptop aufnehmen, bis ich die Festplatte in den Ersatzrechner gepackt hatte. Wenigstens die Daten haben überlebt und wir mussten nicht auf's Backup zurückgreifen.

Sonntag, 10.01.2010

Lasst den Telefonisten bitte erst mal Luft holen!

Ab und an schlagen hier neue Kunden auf, die das Gespräch folgendermaßen beginnen:
ICH: Pizzadienst xyz, was kann ich für Sie tun?
Kunde: Guten Tag. Ich hätte gerne... (rattert x Posten herunter)

Das ist für mich äußerst ungünstig. Denn ich kann mit der runtergeratterten Bestellung erst mal rein gar nichts anfangen. Ich weiß nicht genau, wie es bei anderen Lieferdiensten ist. Aber meine Software hier - Marke vor zig Jahren von nem Programmierer für uns zugeschnitten - erlaubt es mir nicht, erst die Bestellung anzulegen und dann den Kunden zuzuweisen. Ich muss erst die Maske des Kunden aufmachen oder neu anlegen und kann dann erst die Bestellung aufnehmen.

Entweder muss ich also den Kunden unterbrechen (was ungünstig ist) oder aber ich lasse den Kunden ausreden und eröffne ihm dann hinterher, dass ich zunächst seine Daten brauche und dass er die Bestellung danach wieder von vorne aufsagen darf. (ws auch ungünstig ist)

Besser ist es also, das Gespräch wie folgt anzufangen.
ICH: Pizzadienst xyz, was kann ich für Sie tun?
Kunde: Guten Tag. Ich hätte gerne was bestellt. (Pause, damit der Telefonist darauf einsteigen kann)

Damit ist man immer auf der sicheren Seite. Dann kann nämlich Euch der Telefonist sagen, wie es weiter geht. Je nachdem wie das System bei denen aufgesetzt ist.

Außerdem fühlt man sich am anderen Ende der Leitung nicht so wie ein Automat behandelt. So komm ich mir nämlich ein wenig vor, wenn mir so ne ellenlange Bestellung entgegenrattert.

Samstag, 09.01.2010

Wie bestelle ich Pizza?

Für den Kunden hätte ich einen Aufschlag nehmen sollen. Als Lehrgebühr.
ICH: Pizzadienst xyz, was kann ich für Sie tun?
Kunde: Guten Tag, ich hätte gerne eine Pizza Salami.
ICH: Möchten Sie es geliefert oder selbst abholen?
Kunde: Ich möchte es schon gebracht haben.
ICH: Dann hätte ich bitte gerne die Telefonnummer.
(Brauche ich alleine wegen Rückfragen. Ein Artikel kann ausgehen, der Fahrer findet die Rechnung nicht, die Klingel funktioniert nicht etc. pp)
Ich hab Sie nicht im System. Bestellen Sie das erste Mal bei uns?
Kunde: Ja.
ICH: Gut dann brauche ich bitte den Namen.
Kunde: Was-ewig-langes, was-ich-nicht-verstehe.
ICH: Öhm. Buchstabieren Sie das bitte?
Kunde: Rattert in einem Affenzahn Buchstaben herunter.
(Ein geübter Sekretär würde dem vielleicht folgen können. Ich hab spätestens ab dem dritten Buchstaben den Faden verloren.)
ICH: Schön. Können Sie das vielleicht etwas langsamer wiederholen, damit ich auch so etwas wie eine Chance habe, das mitzuschreiben?
Kunde: Oh, Entschuldigung. (Buchstabiert jetzt ordentlich.)
ICH: Dann bräuchte ich bitte die Straße?
Kunde: Sie verkaufen aber nicht meine Daten weiter, oder?
(Was will der auf so eine selten dämliche und im Übrigen ziemlich unverschämte Frage hören? "Natürlich verkaufen wie Ihre Daten weiter, damit Sie jeden Sonntag um 8 Uhr von netten Damen aus dem Bett geklingelt werden? Sie hören sich an, als ob Sie es nötig haben?")
ICH: Ich brauche Ihre Adresse, damit der Fahrer weiß, wo er hinfahren soll und damit Sie eine ordentliche Rechnung kriegen. Und nein, wir verkaufen die Daten nicht weiter. Könnten wir vielleicht fortfahren mit der Bestellung?
Kunde: Das ist die Schlagmichtotstr. 20a.
ICH: Müssen wir am Haus irgendetwas beachten? Hintereingänge? Seiteneingänge?
Kunde: Nein.
ICH: Ist denn die Hausnummer von der Straße aus zu sehen?
Kunde: Äh nein. Da muss man seitlich reinfahren.
ICH: Könnten Sie das vielleicht näher beschreiben?
Kunde: Wieso? Die Fahrer haben sowieso alle Navi.
ICH: Navis können und wissen nicht alles. Sie haben doch auch nichts von, wenn der Fahrer nachher mit der Pizza bei Ihnen in er Gegend rumläuft, weil er das nicht findet. Es ist in Ihrem Interesse, wenn Sie mir jetzt sagen, wie man da am besten hinkommt.
Kunde: Also da ist neben der Hausnummer 20 ein Parkplatz, da muss man zu Fuß ganz hinten durch und da dann das erste Haus.
(Kennt Ihr Geocaching? So ne Art Schnizeljagd mit GPS-Gerät. Diese Positionierungsgeräte wären vermutlich in der Lage die Adresse des Kunden zu finden. Auto-Navis allerdings finden so eine Adresse nie und nimmer. Ohne die Beschreibung hätte der Fahrer im Stockdunkeln vor der Hausnummer 20 gestanden und hätte sich fusselig gesucht, weil sein Navi nur folgendes sagen würde: "Sie haben Ihr Ziel erreicht". Ich weiß schon, warum ich den Leuten bei der ersten Bestellung ein Loch in den Bauch frage. Ganz abgesehen davon, dass nicht jeder Fahrer Navi hat.)
ICH (Habe es endlich geschafft, den Datensatz anzulegen): Also, Sie hätten also gerne eine Pizza Salami?
Kunde: Und einen Salat und zwei Flaschen Bier.
ICH: Damit sind Sie immer noch unter unserem Mindestbestellwert an Speisen.
Kunde: Und was ist mit dem Bier?
ICH: Das ist ein Getränk und keine Speise.
Kunde: Ich bin also gezwungen, für xyz Euro mehr zu bestellen?
(Ja, ich habe Geschäftsbedingungen damit sich der Laden hier rentiert und beharre da drauf. Wie total böse von mir. Und meine Mitarbeiter leben auch nicht von Luft und Liebe.)
ICH: Sie können die Differenz auch als Lieferaufpreis zahlen.
Kunde: Ja gut, dann nehme ich eben noch eine Portion Fritten. Reicht das?
ICH: Nicht ganz. Soll ich die Differenz von 50 Cent einfach als Aufschlag drauf rechnen?
Kunde: Ja ist gut.
ICH: Gut dann muss ich jetzt nur noch wissen, welches Dressing Sie zum Salat und was Sie auf die Pommes möchten.

Das sind so Gespräche, die einem aus dem Alltagstrott reißen ;-)

Ich bin aber dankbar, dass der rechtzeitig gerallt hat, dass seine Adresse schon etwas schwierig zu finden ist. Nachher wäre mein Fahrer bei dem Schnee irgendwo fluchend im Stockdunkeln rumgeirrt.